Tiefenökologie Heidelberg
Wer von uns hat nicht die Sehnsucht nach einer zukunftsfähigen Gesellschaft, die eine enkeltaugliche Lebensweise gestaltet? Tatsächlich leben wir in einer Welt, die von vielfältigen ökologischen und gesellschaftlichen Krisen bedroht ist, und wir spüren, wie sich dies auf unser Miteinander und unseren Planeten Erde auswirkt. Wenn du in diesem Zusammenhang schon einmal Gefühle von Ohnmacht, Verzweiflung, Wut oder Angst erlebt hast und dich deshalb vielleicht manchmal wie gelähmt fühlst, bist du bei uns richtig. Und du bist willkommen, wenn es dir um eine lebenswerte Zukunft geht, um ein wertschätzendes Miteinander und ein inniges Verhältnis zur Natur.
Interbeing
Tiefenökologie ist eine Philosophie und Bewegung, die den Wert und die Bedeutung der Natur unabhängig von ihrer Nützlichkeit für den Menschen betont. Sie erkennt an, dass alle Lebewesen und Ökosysteme auf der Erde miteinander verbunden sind und jedes Lebewesen in diesem Netzwerk eine wichtige Rolle spielt.
Tiefgreifendes Umdenken
Von zentralem Interesse ist in der Tiefenökologie ein tiefgreifendes Umdenken in der menschlichen Beziehung zur Natur. Daraus resultiert ein neuer Umgang mit den aktuellen sozialen und ökologischen Krisen, der auf einem ganzheitlichen, systemischen Verständnis des Lebens und einer Haltung der Verbundenheit mit der Schöpfung beruht.
Die Ursprünge
Die Begründung der Tiefenökologie geht auf den norwegischen Philosophen Arne Næss zurück, der in den 1970er Jahren die Idee einer „tiefen Ökologie“ entwickelte. Dabei geht es darum, die tieferen Ursachen der ökologischen Krisen im menschlichen Geist und unserer Wahrnehmung der Mitwelt erforschen zu können. Seine Gedanken wurden weltweit von verschiedenen Menschen aufgenommen und weiterentwickelt.
Joanna Macy (Kalifornien, gestorben) gestaltete aus dem tiefenökologischen Ansatz gemeinsam mit vielen anderen (John Seed, Pat Fleming, Chris Johnstone, …) eine besondere Form der Gruppenarbeit mit einem Set von Übungen entwickelt, die sie „The Work That Reconnects“ (die Arbeit, die wieder verbindet) nennt. Die „Landkarte“ dieser Arbeit ist die Spirale.

